Nullenergiehaus bauen ist energieautark

Ein Nullenenergiehaus bauen oder kaufen wird eines Tages der Standard beim Bauen sein. Das Haus der Zukunft ist energieautark und erwirtschaftet die dafür benötigte Energie selbst. Zudem schafft es Unabhängigkeit bei der Energiekostenentwickung.

Steigende Strompreise gehören für die Bauherren eines Nullenergiehauses der Vergangenheit an. Hohe Kosten für die Energieversorgung und strenge Winter, die die Heizkostenpreise in die Höhe schnellen lassen, werden den Besitzer eines Nullenergiehauses nicht mehr beunruhigen. Eine verlängerte Heizperiode meistert das Nullenergiehaus durch den Zugriff auf die gespeicherten Energiereserven.

Was versteht man genau unter einem Nullenergiehaus?

Einfach gesagt: ein Gebäude erzeugt genau soviel Energie wie es verbraucht. Die Energie-Ernte und der Verbrauch halten sich übers Jahr ausgeglichen. Ein Nullenergiehaus bauen bedeutet die Weiterentwicklung des Passivhauses. Ein Nullenergiehaus benötigt ebenso Energie für die Warmwasserbereitung, für das Beheizen des Gebäudes und den Strombedarf für die Elektrizität des Hauses. Entscheidend für das Bauen eines Nullenergiehauses ist jedoch die Gewinnung von Energie durch den Einsatz der eigenen regenerativen Energiequellen. Beim klassischen Nullenergiehaus bedarf es keiner externen Energiequelle für die Bereitstellung der benötigten Energien im Haus.

Voraussetzungen zum Bau eines Nullenergiehauses

Ausgangspunkt ist die Definition eines Nullenergiehauses. Handelt es sich um ein sogenanntes Null-Heizenergie-Haus? Dieser Haustyp weist über das Jahr einen Heizwärmebedarf von 0 Kilowatt pro Quadratmeter (kWh/m2a) auf. Durch die unterschiedlich übers Jahr benötigte Energie auch an nicht so sonnigen Tagen ist eine Speicherung der Sonnenenergie für das Einfamilienhaus nötig.

Nullenergiehaus bauen in Fertigbauweise

Fertighäuser und Holzhäuser werden heute energieeffizient gebaut. Der Baustoff Holz ist dabei Baustoff und Dämmstoff zugleich. Eine gut gedämmte Gebäudehülle erleichtert den Bau eines Nullenergiehauses sehr. Solaranlage, Photovoltaikanlage oder eine Wärmepumpe sind regenerative Strom- und Wärmelieferanten. Ein Speichersystem für noch nicht benötigte Energie sichert die Energiezufuhr, wenn sie später einmal benötigt wird.

Nullenergiehaus bauen
Nullenergiehaus bauen macht energieautark

Im Vergleich zu Niedrigenergiehäusern fällt die Gesamt-Energiebilanz eines Nullenergiehauses neutral aus. Auch Mehrkosten für die Energiegewinnung schlagen in Höhe von ca. 20.000 Euro zu Buche. Allerdings sichert der Bau oder Kauf eines Nullenergiehauses vor stetig steigenden Energiekosten und macht den Eigenheim-Besitzer energieautark.

Plusenergiehaus bauen mit Photovoltaikanlage

Energieeffizientes Bauen, eigenen Solarstrom produzieren und Wärme mit einer Solaranlage gewinnen. Daraus lässt sich ein Plusenergiehaus bauen.

Die Gesamtleistung der in Deutschland installierten Photovoltaik-Anlagen hat inzwischen die Marke von 40 Gigawatt überschritten. Die daraus produzierte Solarenergie deckt rechnerisch den Jahresstromverbrauch von über 10 Millionen Dreipersonenhaushalten. Das meldete der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) zur Eröffnung der Solar- und Speichermessen Intersolar und ees Europe in München im Juni 2016.

Photovoltaikanlage plus Solarstrom
Photovoltaikanlage in Kombination mit einem Stromspeicher von IBC SOLAR

Der Photovoltaik-Weltmarkt dürfte nach Erwartungen des Branchenverbandes auch in diesem Jahr zweistellig wachsen. In Deutschland beflügeln sinkende Systempreise derzeit insbesondere die Nachfrage nach Solarspeichern. Dies wirkt sich auch positiv auf das energieeffiziente Bauen aus. Das Gebot der Stunde für Bauwillige, die ihren eigenen Strom produzieren möchten, heißt: ein zukunftsfähiges Plusenergiehaus bauen.

Eigener Strom vom Photovoltaik-Dach

„Um sich so weit wie möglich selbst mit Solarstrom zu versorgen, nutzen immer mehr Menschen Solarstromspeicher“, so Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar. Der Kauf von Solarstromspeichern wird in Deutschland ebenso gefördert wie die Solarstromerzeugung. Insgesamt sind in Deutschland schon über 1,5 Mio. Solarstromanlagen und mehr als 35.000 Solarstromspeicher installiert. Die Zahl der installierten Speicher wird sich nach BSW-Erwartung im Zweijahresrhythmus verdoppeln, so dass bereits im Laufe des Jahres 2018 die Marke von 100.000 installierten Anlagen erreicht werden dürfte. Die Speicherpreise sind in den letzten zwei Jahren um rund ein Drittel gesunken. Speicher sorgen für mehr Unabhängigkeit und stabile Strompreise.

Strom und Wärme selbst produzieren
Mit einer Photovoltaik-Anlage lässt sich Solarstrom produzieren und ein Plusenergiehaus bauen.

Solarstrom vom eigenen Eigenheim- oder Gewerbedach ist dank erfolgreicher Technologieentwicklung und Massenfertigung hierzulande inzwischen deutlich preiswerter als der Bezug konventionellen Stroms vom Energieversorger. Mit der zunehmenden Elektromobilität gewinnen Photovoltaik-Anlagen als hauseigene Ökotankstellen mit Niedrigpreisgarantie zusätzliche Bedeutung.

Günstige Solartechnik zum Plusenergiehaus bauen

„Solartechnik ist inzwischen so preiswert, dass sie an immer mehr Orten der Welt nicht nur eine ökologische, sondern auch eine ökonomische Alternative zur konventionellen Strom- und Wärmeerzeugung ist“, so Körnig. Weltweit sind bereits mehr als 230 Gigawatt Solarstromleistung installiert. Für dieses Jahr rechnen Experten mit einem globalen Zubau von 65 Gigawatt. Hauptwachstumsmärkte sind China, die USA und Japan.

Die globale Solarwärmeleistung betrug Ende des vergangenen Jahres 435 Gigawatt. 2015 wurden Solarwärmeanlagen mit einer thermischen Leistung von mehr als 37 Gigawatt neu installiert. Die Intersolar Europe ist weltweit führende Fachmesse für die Solarwirtschaft und ihre Partner. Zehntausende Besucherinnen und Besucher auf dem Messegelände in München informieen sich über Solartechnik, Photovoltaik-Anlagen und Speichertechnologien. Gleichzeitig mit der Intersolar Europe findet Europas größte Fachmesse für Batterien und Energiespeichersysteme, die ees Europe statt.

 

Energieeffizientes Haus für die Zukunft bauen

KfW-Effizienzhaus 55, 40 und 40 plus bauen. Doch was bedeutet das? Die jeweilige Zahl bezieht sich auf den benötigten Jahresprimärenergiebedarf im Vergleich zu einem Neubau, der nach Mindeststandards der Energieeinsparverordnung (EnEV) errichtet wurde. Ein energieeffizientes Haus mit KfW-Förderung bauen?

Die KfW fördert den Fertighaus-Neubau von KfW-Effizienzhaus 55, 40 und 40Plus.  Das KfW-Förderprogramm für ein energieeffizientes Haus wird aus dem CO2-Gebäudesanierungsprogramm des Bundes finanziert. Ein KfW-55-Haus bespielsweise hat  einen Jahresprimärenergiebedarf von nur 55 % im Vergleich zu einem Referenzgebäude nach EnEV.

Merke: Je kleiner die Zahl hinter dem Begriff „Effizienzhaus“ ist, desto höher ist die Förderung durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Energieüberschuss Plusenergiehaus

Eine Solarstrom produzierende Photovoltaikanlage, die einen Energieüberschuss eines Energieplus-Hauses produziert, kann beispielsweise für den Betrieb eines Elektro-Autos oder eines Elektro-Rollers benutzt werden. Hier wird die Umwelt gleich doppelt entlastet, erstens durch eine umweltfreundliche Stromproduktion und zweitens durch ein schadstofffreies Fortbewegungsmittel, die der Elektromobilität dient.

Strom und Wärme selbst produzieren
Eigenen Solarstrom und Wärme mit einer Photovoltaik-Anlage produzieren

Besitzer eines Plusenergiehauses können somit den eigenen Strom erzeugen, den ein energieeffizientes Haus tatsächlich verbraucht und obendrein einen Überschuss an Energie erwirtschaften. Das macht unabhängig und ist ein weiterer Schritt zur persönlichen Energiewende.

Speicherung Solarstrom – energieeffizientes Haus

Der eigenverbrauchte Sonnenstrom ist kostengünstiger als der Strom aus dem Netz. Mit einem Lithium-Ionen-Akku lässt sich der gewonnene Solarstrom speichern. Moderne Energiemanagement-Systeme steuern die Zufuhr von Solarstrom z.B. für Warmwasser dann, wenn er verfügbar ist. Ansonsten kann auf wirtschaftliche Art und Weise je nach Verbrauchssituation der gespeicherte Solarstrom zugeführt werden. Durch eine solaroptimierte Planung und den Einsatz einer Photovoltaikanlage lässt sich das gut bewerkstelligen. Die zentrale Energiequelle ist und bleibt die Sonne.

Vorteile der Speicherung von Sonnenenergie:

  • Einergie sparen durch eigenproduzierten Solarstrom
  • Strom durch Speicherbatterie zu den Randzeiten (früh morgens und spät abends ) zur Verfügung stellen
  • Versorgung der Wärmepumpe mit eigenem Solarstrom
  • Eigener Stromspeicher macht unabhängiger von Stromkonzernen und deren Preiserhöhungen
  • überschüssigen Strom zwischenspeichern ist sinnvoll, wenn die Sonne mal nicht scheint
  • ökologische und ökonomische Stromerzeugung durch solare Energiegewinnung

Förderung Effizienzhaus Plus Standard 2016

Zur Frage der Förderprogramme im Bereich der Plusenergiehäuser und zum Effizienzhaus Plus für 2016 teilt auf Anfrage des Portales Holzbauwelt.de das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) folgendes mit.

Effizienzhaus Plus Standard ist im Holzbau möglich
Holzbauweise profitiert vom Effizienzhaus Plus Standard

Die Forschungsinitiative Zukunft Bau des BMUB fördert momentan unter anderem Bildungsbauten im sogenannen Effizienzhaus Plus Standard des Bundes. Nähere Informationen zum Förderprogramm finden Sie unter:

http://www.forschungsinitiative.de/effizienzhaus-plus/foerderprogramm/

Ein weiteres Förderprogramm, das auch für den Bereich des Holzbaus interessant sein könnte, sind Variowohnungen. Hier stehen 120 Mio. Euro für die Schaffung von kostengünstigem Wohnraum für Auszubildende und Studenten zur Verfügung. Gefördert werden bis zu 500 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche und zuzüglich bis zu 70.000,- Euro der Planungskosten. Die genauen Kriterien der Förderung können Sie der Förderrichtlinie entnehmen. Bitte beachten Sie, dass die Antragsfrist am 30.06.2016 endet. Nähere Hinweise zum Förderprogramm Variowohnungen finden Sie unter:

http://www.forschungsinitiative.de/variowohnungen/

Für evtl. Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag

Daniel Wöffen

Referat II-3

Forschung im Bauwesen

Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) Deichmanns Aue 31-37, 53179 Bonn

Federal Office for Building and Regional Planning Division II 3 – Construction Research, Facility-Management

Tel.: +49 22899 – 401 – 2737

Daniel.Woeffen@bbr.bund.de

http://www.bbsr.bund.de

http://www.forschungsinitiative.de

Definition: Effizienzhaus Plus Standard

Das Effizienzhaus Plus – Niveau nach der Bekanntmachung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz,Bau und Reaktorsicherheit über die Vergabe von Zuwendungen für Modellprojekte für Bildungsbauten ist erreicht, wenn sowohl ein negativer Jahres-Primärenergiebedarf (ΣQp< 0 kWh/(m²a)) als auch ein negativer Jahres-Endenergiebedarf (ΣQe< 0 kWh/(m²a)) vorliegen. Alle sonstigen Bedingungen der zum Zeitpunkt der Beantragung gültigen Energieeinsparverordnung (EnEV) wie z.B. die Anforderungen an den sommerlichen Wärmeschutz, sind einzuhalten.

Neubau im „Effizienzhaus Plus-Standard“

Das Bundesbauministerium hat ein Förderprogramm für Modellhäuser aufgelegt, die den sogenannten „Effizienzhaus Plus Standard“ erfüllen. Mit dem Programm werden Bauherren unterstützt, die Gebäude errichten, die deutlich mehr Energie produzieren, als für deren Betrieb notwendig ist. Diese Energie soll insbesondere für die Elektromobilität zur Verfügung stehen.

Die laufenden Modellprojekte werden im Rahmen eines wissenschaftlichen Begleitprogramms ausgewertet. Mit den Ergebnissen soll das Energiemanagement von modernen Gebäuden verbessert und die notwendigen Komponenten für die energieeffiziente Gebäudehülle und die Nutzung erneuerbarer Energien fortentwickelt werden.

Wie funktioniert ein Plusenergiehaus

Die  ersten Plusenergiehäuser wurden ab 2000 in der Vauban-Siedlung in Freiburg  realisisert. Aber wie funktioniert ein Plusenergiehaus?

In der Solarsiedlung am Schlierberg wurde die Zukunft des solaren Bauens und Wohnens im Einklang mit der Natur Realität.

Die in der Solarsiedlung errichteten 2- bis 3-geschossigen Gebäude wurden in einer Holzkonstruktion errichtet und nach Süden ausgerichtet. Damit wurde bereits der Passivhausstandard erfüllt. Die individuelle Gestaltung, die Verwendung natürlicher Baustoffe und auffälliger Farben geben der Siedlung ein unverwechselbares Aussehen.

Die Solarsiedlung Vauban  liefert den Beweis für die Machbarkeit und Erfahrungen mit einer Plusenergiehaussiedlung. Eine ökologisch orientierte, energieeffiziente Bauweise in zeitgemäßer Solararchitektur ermöglicht eine positive Energiebilanz. Passivhausstandard und modernste Energietechnik werden erstmals mit dem kommerziellen Betrieb von Solarstromanlagen kombiniert.

Holzhaus Bau mit Solar als Plusenergiehaus
Holzhaus bauen mit Solaranlage als Plusenergiehaus

Der Projektträger sprach von einer „Plusenergiehaus“-Bauweise, da Photovoltaikanlagen auf den Gebäudedächern mehr Strom erzeugen, als die Bewohner der Häuser insgesamt verbrauchen. Die überschüssige Energie wird ins allgemeine Stromnetz eingespeist. Eine Monitoring-Studie der Universität Wuppertal hat einen durchschnittlichen Energie-Überschuss von 36 kWh pro Quadratmeter und Jahr nachgewiesen.

Rolf Disch der Solar-Architekt ist Erfinder des Plusenergiehaus

Als Pionier der ersten Stunde bei der Entwicklung von Plusenergiehäusern gilt der Solar-Architekt Rolf Disch aus Freiburg. Er entwickelte das Heliotrop, es war das erste Plusenergiehaus weltweit – ein Quantensprung in der Solar-Architektur. Das spektakuläre Gebäude dreht sich mit der Sonne. Das Büro Disch bietet Führungen an zu Konzept, Bau und Technik des Hauses – inklusive Besichtigung der Innenräume. Im Detail wird eingegangen auf:

  • die Baukonstruktion und den Drehmechanismus
  • das Energiekonzept und die Gebäudeisolation
  • Bereitstellung von Heizenergie, Warmwasser und Strom
  • das Heizungskonzept mit Niedertemperatur-Deckenstrahlung
  • die Lüftung mit Wärmerückgewinnung und Erdwärmetauscher
  • die Regenwassernutzung
  • die Trockenkompostierung und Grauwasservorklärung

Wie funktioniert ein Plusenergiehaus?

Rolf Disch, Solar-Architekt, gab folgende Vorgaben zur Funktionsweise eines Plusenergiehauses:

  • Energie sparen
  • Die Kraft der Sonne nutzen
  • Den Restbedarf an Energie  regenerativ bereitstellen
  • Ein Plus an Strom erzeugen

Weitere Faktoren sind ebenfalls beim Bau eines Plusenergiehauses wichtig:

  • besonders effektive Gebäudehülle und Dämmung
  • ausgeklügelte Belüftungssysteme mit Wärmerückgewinnung
  • zur Sonne ausgerichtete Fassaden mit großzügigen Fensterflächen (Dreifachverglasung, wärmegedämmte Rahmenprofile)
  • effektive Abschattung der hoch stehenden Sommersonne durch exakt berechnete Dachüberstand- und Balkonkonstruktionen
  • im Winter natürliche Erwärmung der Innenräume bei flachem Sonnenstand
  • variable Lösungen zum Wärmeeintrag (Solarthermie, Biomasse-BHKW u.a.)
  • großflächiges Solardach mit durchgehenden Photovoltaik-Paneelen

Die Webseite von Solar-Architetkt Rolf Disch: www.plusenergiehaus.de

Plusenergiehäuser als Fertighaus bauen

Plusenergiehäuser als Fertighaus bauen mit einer Photovoltaik-Anlage.  Und die eigene Stromtankstelle vor dem Haus.

Energieeffizientes Bauen und Elektromobilität vereinen sich zu einem Energieplus-Haus. Plus-Energie-Häuser entstehen dann, wenn die Gebäudehülle effektiv gedämmt wird, die Haustechnik besonders verbrauchsarm ist. Zudem produziert eine Photovoltaik-Anlage den eigenen Öko-Strom. Plus-Energie-Häuser verbrauchen weniger Photovoltaik-Anlage zur StromgewinnungEnergie als durch deren Energiegewinnung entsteht.

Plusenergiehäuser erzeugen eigenen Ökostrom
Plusenergiehäuser mit eigener Stromtankstelle

Plusenergiehäuser erzeugen Strom selbst

Mit einer Speicherbatterie kann das „Plus“ an Energie für den Hausverbrauch zwischengespeichert werden. Der selbst erzeugte Ökostrom der Energieplushäuser dient ebenso der Betankung eines Elektroautos oder wird ins öffentliche Netz eingespeist.

Wesentlich für die Wirtschaftlichkeits- und Ökobilanz ist es,  generell den Energieverbrauch im Haus zu maximieren. Bei der Energie reden wir von drei Sparten: die elektrische, die thermische (Wärme) und drittens die Energie für Mobilität. Über die Deckung dieser drei Energiebedarfe muss sich künftig jeder der ein Fertighaus bauen lassen möchte, Gedanken machen.

Photovoltaik-Anlage zur Stromgewinnung

Die Installationskosten für Photovoltaik-Anlagen und somit die Erzeugungskosten von Solarstrom sin in den letzten Jahren stark gesunken. Man kann also inzwischen günstiger Strom selbst produzieren, als Netzstrom kaufen.

Zu Beginn des Solarzeitalters installierte man möglichst große Photovoltaik-Anlagen auf Südflächen um einen maximalen Ertrag über die Einspeisung  zu erhalten. Heute baut man die Anlagen so, dass sie sich am tatsächlichen Bedarf der Hausbewohner orientieren.

Als Beispiel: eine vierköpfige Familie benötigt an einem Tag etwa zehn Kilowattstunden Energie. Sieben davon tagsüber, wenn die Photovoltaikanlage Erträge bringt und etwa drei in der Nacht.  Dafür reicht eine Photovoltaikanlage mit sechs bis sieben Kilowatt-Peak, mit Modulen in Ost-West-Ausrichtung. Sie erzeugt zwischen zwanzig und dreissig Kilowattstunden Strom am Tag und zwar vormittags und nachmittags. Somit kommt die Photovoltaikanlage viel näher an die Zeiten heran, an denen man die gewonnene Energie auch verwenden kann.

Mit so einer Photovoltaikanlage kann man einen Eigenverbrauchsanteil von 20 – 30 Prozent erreichen. Durch eine Speicherbatterie oder thermische Speicher für Warmwasser kann die Eigenverbrauchsquote auf ca. 60 Prozent erhöht werden. Durch die zusätzliche Betankung eines Elektroautos kann gar ein Eigenverbrauchsanteil von 90 Prozent enstehen.

Energieeffizienz beim Haus bauen leicht gemacht

Energie sparen und Energieeffizienz sind die Maßstäbe beim Haus bauen.  Wollen Sie ein Passivhaus bauen oder ein anderes energieeffizientes Fertighaus?

Verschiedene Standards beim Bauen führen zur Energieeffizienz im Hausbau. Egal ob sie sich nun ein Passivhaus oder ein sogenanntes förderungsfähiges Energieeffizienzhaus 70, 55, 40 bauen lassen.

Energieeffizienz Passivhaus Plusenergiehaus
Passivhaus oder Plusenergiehaus bauen lassen

Die intelligenteste Form den Energieverbrauch im Haus auf ein Minimum zu reduzieren ist, erst gar keinen Bedarf an Energie enstehen zu lassen. Das zu bauende Haus sollte deshalb, angefangen bei der Gebäudekonstruktion und dem Energiesystem, so wenig wie möglich an Energie benötigen. Bei einem Passivhaus darf nach Vorgabe der aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV)  der jährliche Heizwärmebedarf pro Quadratmeter nicht mehr als 15 kwh betragen.

Energieeffizienz beim Haus bauen beginnt in der Regel mit einer  optimalen Dämmung der Gebäudehülle. Damit wird sichergestellt, dass das eingesetzte Energiesystem nur ein Minimum an Heizenergiebedarf zu decken hat. Fertighäuser in Holzständerbauweise können dies bereits erfüllen.

Häuser die mehr Energie produzieren als sie selbst für den Betrieb benötigen, sind sogenannte Plusenergiehäuser. Plusenergiehaus-Hersteller finden sie auf diesem Portal.

 

Ökologisches Bauen mit Holz

Holzhaus und erneuerbare Energien ergeben das Plusenergiehaus. Moderner ökologischer Baustoff plus moderne Energietechnik.

Energieeffizienter Hausbau und ökologisches Bauen mit Holz finden dann zusammen, wenn der Hausbauer Wert legt auf eine gesunde Gebäudehülle und nachhaltige Energieerzeugung.

ökologisches Bauen mit erneuerbaren Energien
Holzhaus und erneuerbare Energien als Plusenergiehaus ökologisch bauen

Das CO2-neutrale Holzhaus gewinnt zunehmend an Bedeutung im Hinblick auf die Kohlenstoff-Speicherfähigkeit während des Wachstums. Holz ist nachwachsend und in Deutschland ausreichend für den Holzbau verfügbar. Der Holzfertigbau garantiert eine maßgenaue und schnelle Bauweise und überzeugt durch ökologisches Bauen mit dem Baustoff Holz.

Erneuerbare Energien – KfW-Speicherförderung bis 31.12.2015 sichern

Laut pv magazine will das Bundeswirtschaftsministerium nun die Förderung für Batteriespeicher bei kleinen Photovoltaik-Anlagen zum 31.12.2015 beenden.

„Ziel des Programms war es, die Marktentwicklung von stationären Batteriespeichersystemen anzuschieben, ihre Technologieentwicklung zu beschleunigen sowie die Kosten zu senken, um die PV-Batteriespeicher für Verbraucher interessanter zu machen. Diese Zielerreichung wurde festgestellt und die Ziele des Programms damit erreicht. Auch der Anfang Juli veröffentlichte erste Monitoringbericht bestätigt, dass diese Ziele erreicht wurden“, erklärte eine Sprecherin des Ministeriums auf Anfrage von pv magazine.

Plus-Energiehäuser speichern Energie
Plus-Energie-Haus mit Speicherbatterie
Die Preise für Bleibatterien seien innerhalb eines Jahres um 11 Prozent und für Lithium-Ionen-Batterien um 18 Prozent gefallen. Die beobachtete Preisentwicklung folge einer typischen Lernkurve, das bedeute bei einer Verdopplung des Produktionsvolumens fielen die Preise um 10 bis 20 Prozent.
Im März 2015 waren nach Angaben des Bundeswirtschafts-ministeriums rund 17.000 Speichersysteme für Photovoltaik-Anlagen in Deutschland installiert. Seit Einführung der KfW-Speicherförderung im Mai 2013 seien etwa 13.600 Förderzusagen ausgesprochen worden. Rund die Hälfte der neu in Deutschland installierten Batteriespeicher insgesamt hätten mittlerweile eine Förderung erhalten, hieß es beim Ministerium weiter.
Weitere Informationen zur Beantragung direkt bei der KfW.

Mit Wärmepumpe und Batteriespeicher nahezu energieautark werden

Forschungsergebnisse der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Berlin bestätigen, dass nahezu zu 70 Prozent eine Photovoltaikanlage  den gesamten Energiebedarf eines Hauses decken kann.

Damit sichert sich der Hauseigentümer bereits zu mehr als zwei Dritteln seine energieautarke Energieversorgung. Bei der Simulation durch die Forscher wurde auch die Ergänzung des Versorgungssystems um einen thermischen Speicherund einen Batteriespeicher berücksichtigt.

Energiespeichersysteme werden von der Kreditanstalt für Wiederaufbau, kurz genannt KfW bezuschusst.

Energieautark mit Wärmepumpe und Batteriespeicehr
Mit Wärmepumpe und Batteriespeicher weitgehend energieautark

Wer sich mit dem Gedanken trägt, über eine Wärmepumpe zu heizen, steht zunächst vor der Frage, über welchen Zähler das Gerät angeschlossen werden sollte – den gewöhnlichen Haushaltsstromzähler oder einen eigenen Zähler für die Wärmepumpe.

Letzterer ist erforderlich, wenn der von den Stromversorgern angebotene Wärmestromtarif genutzt werden soll, der gewöhnlich deutlich niedriger liegt als der Haushaltsstrompreis. Hier gilt: „Mit zunehmender Effizienz des Gebäudes oder der Anlagentechnik lohnt sich der Anschluss der Wärmepumpe an den Haushaltsstromkreis“, schreiben die Forscher.